Peter Lauer Fass 16 Gutsriesling 2009
Weinplus:
Jahrgang 2009
"Sehr gut (84)"
Zitrusduft mit deutlich pflanzlichen Noten und einem Hauch Pfirsich. Schlanke, leicht würzige Frucht mit feiner, lebendiger Säure und etwas Kohlensäure, leichter Gerbstoff, Griff am Gaumen, gut zu trinken, erdig-mineralische Anklänge, gewisse Nachhaltigkeit, ordentlicher bis guter Abgang.
Bis 2011+.
Rebsorte: 100% Riesling
Anbaugebiet: Saar
Inhalt: 0,75l
Jahrgang: 2009
Alkoholgehalt: 11,5% Vol.,
Geschmacksrichtung: trocken
Empfehlung: Fisch, Meeresfrüchte, asiatische Gerichte, leichte Gerichte
Lagerfähig: Bis 2011.
Auszeichnungen
Gault Millau 2010 verkündet euphorisch „prachtvolle Füllungen“ und berichtet weiter: „Der Kern ist seit dem Jahrgang 2005 Dauergast in unserer Bestenliste der feinherben Rieslinge(…): feine Frucht, elegantes Spiel, tänzerische Länge. Dabei darf man aber nicht die Qualität der Basisweine vergessen: die prachtvollen Fass 1 bzw. Fass 3 genannten Füllungen legen hierfür Zeugnis ab.“
Auch Gerhard Eichelmann lobt in höchsten Tönen, kürt ihn zum Aufsteiger des Jahres 2010 und verleiht den vierten Stern, der gleichzeitig den Aufstieg in die nationale Spitze der Weinerzeuger bedeutet. Herzlichen Glückwunsch Florian Lauer!
Weingut Peter Lauer, Ayl/Saar
Bereits in der 6. Generation wird von Familie Lauer qualitativer Weinbau in dem beschaulichen Saar Dörfchen Ayl betrieben. Heute hat Florian Lauer das Zepter fest in der Hand. Unterstützung findet er selbstverständlich von seinem Vater Peter Lauer, der zudem das schöne und stilvolle Wein-Hotel „Ayler Kupp“ erfolgreich führt.
Seit vielen Jahren zählen die Lauer-Weine zu den Besten der Saar, doch die professionelle Vermarktung der Weine war nicht im Fokus, zudem konnten die eigenen Weine spielend an treue Kunden und hoteleigene Gäste verkauft werden.
Sohn Florian signalisierte bereits sehr früh Interesse am elterlichen Betrieb und so kam nach erfolgreichem Abschluss des Studiums der Önologie ein junges, frisches und zugleich ambitioniertes Talent in den Betrieb. Der sympathische Jungwinzer hat gemeinsam mit Vater Peter Lauer die beschauliche Fläche von 3,5 ha auf mittlerweile 6 ha aufgestockt und – viel wichtiger noch – die Tradition des Großvaters wieder eingeführt: Jede Parzelle wurde getrennt ausgebaut und vermarktet. Und so finden sich seit dem Jahrgang 2005 wieder die alte Flurbezeichnung nebst der dazugehörigen Fassnummer auf den geschmackvoll gestalteten Etiketten, um so dem doch zu inflationär gewordenen Begriff „Ayler Kupp“ entgegen zu wirken. Diese wurde mit dem Reformgesetz 1971 um etliche Hektar minderqualitativer Weinberge zu einer Großlage erweitert und damit degradiert. So gibt es eine vergessene Lage, die sich "Saar Feilser" nannte, bevor sie in dem unseligen Verfahren 1971 in drei Stücke: Ayler Kupp, Schodener Saar Feilser Marienberg und Wiltinger Schlangengraben zerstückelt und zerstört wurde. Diese ist als eine der wenigen Lagen (in ihrer Ganzheit) auch in der Lagenklassifikation von 1832 in der zweithöchsten Kategorie verzeichnet. Sie ist eine der wärmsten Lagen der Saar und ein Garant für Spät- und Auslesen. Warum auch sollten diese besonderen Charaktereigenschaften im „großen Fass“ Ayler Kupp untergehen?
Denn als maßgebliche Faktoren treten neben dem Boden besonders die Ausrichtung zur Sonne und die Hangneigung der Rebgärten in den Mittelpunkt. Dies beeinflusst das tägliche Leben der Rebstöcke und führt so zu unterschiedlichen Trauben, Mosten und schließlich schmeckbar unterschiedlichen Weinen je nach Herkunft. Die Ursprungsbezeichnung und das entsprechende Ausweisen auf den Etiketten ist genau der richtige Weg. Daher erzeugt Familie Lauer Riesling-Weine folgender Lagen: Ayler Kupp, Saarfeils, Schonfels, Sonnenberg, Scheidterberg und Rauberg.
Innerhalb dieser einzelnen Lagen kann Florian Lauer auf Parzellen mit besonders altem Rebbestand (bis zu 100 Jahren), die ein spezielles Mikroklima auszeichnen und somit unverwechselbare Weine hervorbringen, zurückgreifen:
1. Unterstenberg (der Fuß der Ayler Kupp, Süd-Ausrichtung)
2. Schonfels (Schieferfels hoch über der Saar, Süd-Ost, Steilsthang mit Terrassen)
3. Stirn (der Gipfelhang der Ayler Kupp, Süd)
4. Kern (das Kernstück der Ayler Kupp, Süd-West)
5. Saarfeilser (steil am Ufer des Altarms aufragend, Süd-Ost, Kiesboden)
Alles höchst unterschiedliche Riesling-Charaktere mit unverwechselbarer Handschrift: Stilvoll und mit viel Eleganz versehen, nicht zu alkoholreich aber mit Tiefe und Dichte ist das Ziel der traditionellen Arbeit in steilen Schieferbergen. Dabei wird großer Wert auch eine naturnahe, biologische Weinerzeugung - im Weinberg und im Keller gelegt. Hier werden authentische Weine aus den besten Parzellen separat und mit natürlichen Hefen vergoren, um so die ganze Diversität bestmöglich auszuschöpfen. Dabei werden die verschiedenen Qualitätsstufen logisch und einfach durch drei unterschiedliche Farben strukturiert: Leichte Weine aus dem Saartal /Gutsweine (Graue Kennzeichnung), typische Ayler Lagenweine (Grüne Kennzeichnung) und authentische Terroirweine unserer besten Parzellen (Goldene Kennzeichnung).